Die Geschichte unserer Seniorenpension

Frauenklinik am Vogesplatz/Schünemannplatz

Die Namensgeberin unserer Einrichtung, Frau Henni Keppler, ist in Ricklingen aufgewachsen und war dort seit 1927 als freiberufliche Hebamme tätig. 1937 eröffnete sie die Frauenklinik am Vogesenplatz, dem heutigen Schünemannplatz, die sie 1964 an ihren Sohn, den Gynäkologen Dr. Hans-Werner Keppler, übergab. In ihrer aktiven Zeit als Hebamme (1927 - 1967) betreute sie mehr als 30.000 Geburten.

Henni Keppler (1938)

 

Frauenklinik am damaligen Vogensenplatz (heute: Schünemannplatz)

 

Birgit Janssen geb. Keppler, die Enkelttochter von Henni Keppler, in der Wäscherei der Kepplerklinik (1965)

 

Der Weg in die Nordfeldstraße

1958 erwarb Frau Henni Keppler die Villa des Ricklinger Bauunternehmers Thomas in der Nordfeldstraße Nr. 13, die sie zunächst ebenfalls als Frauenklinik nutzte. Im April 1967 ließ sie auf Anraten des damaligen Oberbürgermeisters August Holweg das Haus zum Altenheim mit vierundzwanzig Plätzen umbauen. Ein Jahr später wurde der Anbau (Nordfeldstraße 15) fertiggestellt und bot nun insgesamt fünfundsechzig Ricklinger Senioren ein neues Zuhause. Damit war es ihr gelungen, einen Bogen vom Beginn zum Ende des Lebens zu schlagen. Die Küchenleitung in der neuen Einrichtung oblag ihrer Schwester, Frau Amalie Herrmann, und die Verwaltung übernahm ihr Bruder, Herr Karl Henze. Die Einrichtung wurde somit seit Beginn als privates und sehr familiäres Unternehmen geführt.

Rückwärtige Ansicht der Kepplerklinik

Villa Nordfeldstr. vor dem Anbau

Nach dem Anbau (2)

Aufenthaltsbereich im Altenheim (1973)

 

Renovierung und Ausbau unter der Leitung von Dr. Hans-Werner Keppler

Im Laufe der Jahre mußte aufgrund neuer Vorschriften ein Teil der Plätze abgebaut werden. 1981 verstarb Frau Keppler im Alter von fast neunundsiebzig Jahren und ihr Sohn übernahm die Leitung des Altenheims. Anfang der neunziger Jahre wurde die Einrichtung vollständig renoviert und ausgebaut. Die Bettenzahl stieg von neunundvierzig auf einundachtzig. Der familiäre Stil des Hauses sollte jedoch beibehalten werden, damit sich die Bewohner auch weiterhin geborgen fühlen konnten.

Dr. Hans-Werner Keppler - Heimleiter 1981-1997

 

Ein Teil von Ricklingen

Mit dem Tode von Herrn Dr. Keppler im Dezember 1997 übernahm seine Tochter, Frau Birgit Janssen, die Leitung der Einrichtung. Das Alten- und Pflegeheim wurde in ein reines Pflegeheim umgewandelt, in denen ältere Menschen ab Pflegegrad 1 aufgenommen werden können.

Die Bewohner, die heute zu uns kommen, sind zum größten Teil in Ricklingen geboren, aufgewachsen und zur Schule gegangen. Sie haben hier geheiratet, ihre Kinder geboren und gearbeitet. Sie haben hier gelebt und wollen auch ihren letzten Lebensabschnitt hier verbringen. Viele Angehörige der Bewohner unserer Einrichtung sind von Frau Henni Keppler „zur Welt geholt“ worden, haben als Kinder mit Herrn Dr. Keppler gespielt und haben ihre Kinder bei ihm in der Keppler-Klinik entbunden. Heute führt die Familie Janssen diese Tradition fort.

Ricklingen ist ein Stadtteil von Hannover und die Familie Keppler ist ein Teil von Ricklingen. Diese private Verbundenheit über Generationen hinweg soll auch in unsere alltägliche Arbeit einfließen. Wir haben unser Leben miteinander gestaltet und waren füreinander da. Dieses soll sich auch im Alter nicht ändern. Aus diesem Grund steht im Logo unserer Einrichtung auch „Miteinander - Füreinander“.

Auch unser Leitbild. „Nicht nur dem Leben Jahre, sondern den Jahren Leben geben“ findet seinen Ursprung in der jahrzehntelangen festen Einbindung des Heimträgers in den Stadtteil. Wenn man sich über Generationen hinweg kennt, schließt man auch die älter gewordenen Menschen nicht vom Leben aus.